über mich
kunstgewebeschule zürich, visuelle gestalterin, seit über 30 jahren eigenes grafikatelier in meilen.
beschäftige mich seit langem intensiv mit keramik.
seit 2015 eigenes keramikatelier mit schwerpunkt drehen, giessen und plattentechnik
meine kollektionen gibt es seit 2020.
visuelle sprache reduktion auf das wesentliche: form, struktur, habtik und farbe
durch weglassen von weniger wichtigen dingen bringe ich den fokus auf das mir wichtige.
handarbeit soll sichtbar sein, aber nicht aus nichtkönnen: durch zufall wird die keramik lebendig und einzigartig.
trotz exaktem arbeiten trägt jedes objekt die handschrift meiner tagesform.
reduktion ist in meiner arbeit immer aktuell.
in der farbe weiss und schwarz.
in der technik einfache urtechniken.
in der form funktional, gradlinig, klar, kompromissslos, schnörkellos, zeitlos.
im material pures unglasiertes porzellan.
in der materialdicke bis auf das knapp noch machbare.
keramik porzellan atelier
erstes trocknen / warten auf die oberflächengestaltung
zweites trocknen
frisch glasiert
bevorzugtes material französisches porzellan.
faszination fein und wunderschön zum verarbeiten. reine, klare farben.
vor- und zugleich nachteil technisch anspruchsvoll, kann sich im hochbrand sehr stark verändern – es bewegt sich, wird lebendig und entwickelt eine eigene dynamik.
technik ich stelle eine einfache technik ins zentrum und lasse so dem material seinen charakter.
die veränderung im hochbrand nehme ich in kauf, forciere sie gar, um sie auszureizen.
die entstehung
es ist ein langsamer prozess, bis aus einem klumpen porzellan ein fertiges stück. keramik wird. es braucht im minimum 3–4 wochen. bis ein produkt fertig gestellt ist, halte ich jedes stück mindesten für 8 schritte in den händen.
den ton bereite ich auf, knete ihn und wäge ihn ab.
es folgt das formen. je nach kollektion ist das: zentrieren und drehen des stückes an der scheibe oder giessen in einer selbst hergestellten gipsform oder ausformen auf der plattenwalze.
nach einer kontrollierten ersten trockenzeit ( ca. 1–2 tage) ist das kunsthandwerk lederhart (also noch leicht feucht). in diesem zustand drehe ich es ab, versäubere es und bearbeite die oberfläche.
eine weitere trockenzeit steht an – ca. 1 woche, bei grossen teilen aber auch bis zu zwei wochen.
erster brand (schrühbrand bei 1020 grad).
die schrühware schleife und wasche ich ab und lasse sie wieder trocknen.
den scherben glasiere, tauche oder spritze ich – je nach wunsch der kundin oder des kunden.
nun folgt der zweite brand, der hoch- oder glasurbrand (bei 1250 grad).
36 stunden später kann ich den ofen ausräumen und das produkt fertig stellen. boden etc. glatt schleifen und es das erste mal in der abwaschmaschine waschen.
wiederaufbereitung
selbverständlich bereite ich alle noch sauberen rohmaterialen in zeitintensiver und kräfteraubender arbeit von hand wieder auf.
dabei entstehen wunderschöne bilder / stukturen.